Energiesparen

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Energiesparen


Willkommen im Bereich Energiesparen!

Steigende Energiepreise und zunehmende Umweltverschmutzung werden unseren Alltag immer stärker bestimmen. Wer jedoch Ressourcen sparsam und umweltfreundlich einsetzt, spart nicht nur bares Geld, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz! Seien Sie dabei und machen Sie mit!

Energiesparen in der Wohnung – Heizenergie

Heizenergie sparen

Hier erhalten Sie nützliche Tipps rund um das Energiesparen und informative Quellen zu einem Thema, dass immer wichtiger wird: Richtig und sparsam Heizen!
So können Sie wertvolle Heizenergie und damit bares Geld sparen:

  • behalten Sie die Raumtemperatur regelmäßig im Auge
    Heizen Sie Wohnbereiche nicht höher als auf 20 Grad. Denn nach Aussage des Umweltbundesamtes spart Ihnen jedes Grad weniger etwa 6 Prozent an Heizenergie.
    Für Nebenräume wie Küche, Schlafzimmer und Hobbyräume können auch 17-18 Grad ausreichend sein.
  • Vermeiden Sie Kippfenster
    Halten Sie in der kalten Jahreszeit alle Fenster geschlossen. Zum Lüften öffnen Sie die Fenster kurz und sorgen am besten für Durchzug- maximal 10 Minuten. Wenn Sie Fenster dauerhaft in Kippstellung belassen, heizen Sie buchstäblich zum Fenster hinaus!
  • Vermeiden Sie heimliches Dauerlüften
    Verschließen Sie Fugen und Ritzen mit Dichtungsprofilen. Diese sind relativ preisgünstig und können in Eigenleistung angebracht werden. Teurer, dafür aber auch länger haltbar sind Lippenprofile, die in die Nut eingefräst werden.
  • Schließen Sie bei Einbruch der Dunkelheit Rollläden, Fensterläden und Gardinen
    Die höchsten Wärmeverluste treten bei tiefen Außentemperaturen über Glas und Rahmen auf. Vorhänge können Wärmeverluste um 10 Prozent und Rollläden können Wärmeverluste um bis zu 20% verringern. Heizenergie sparen schont so Ihren Geldbeutel und die Umwelt!
  • Vermeiden Sie Wärmestau an Heizkörpern
    Heizkörperverkleidungen und Einrichtungsgegenstände vor Heizkörpern verhindern die Wärmeabgabe in den Raum und erhöhen Ihre Heizkosten. Reichen Vorhänge über die Heizkörper, so kann sich der Wärmeverlust nochmals erheblich erhöhen.
  • Vermeiden Sie Wärmebrücken in Heizkörpernischen
    Eine nachträgliche Wärmedämmung kann hier zu einer Energieeinsparung von bis zu 6 Prozent führen. Dazu kann man z.B. eine 5mm dicke, aluminium-kaschierte Styroporplatte verwenden.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Heizkörper entlüftet werden müssen
    Dies muß dann erfolgen, wenn der Heizkörper trotz aufgedrehtem Thermostatventils nicht mehr richtig warm wird. Wenn ihr Heizkörper blubbernde Geräusche von sich gibt, kann das auch ein Hinweis sein, dass er entlüftet werden sollte. Schließen Sie das Thermostatventil und öffnen Sie dann das Entlüftungsventil. Dazu halten Sie ein Gefäß unter das Entlüftungsventil und warten Sie , bis das Wasser kommt. Dann das Entlüftungsventil wieder schließen und das Thermostatventil in Ausgangsstellung bringen.

Strom sparen in der Wohnung

Senken Sie Ihre Stromrechnung und die Umwelt dankt es Ihnen

Sortieren Sie die größten Stromfresser in Ihrer Wohnung radikal aus. Dazu sollten Sie insbesondere für nachfolgende Geräte eine Altersbilanz aufstellen:

  • Kühlschrank,
  • Gefriergeräte,
  • Waschmaschinen,
  • Wäschetrockner,
  • Elektroherde,
  • Klimageräte und
  • Lampen.

Für diese und andere Haushaltsgroßgeräte wurde im Jahr 2004 eine Kennzeichnungspflicht für den Energieverbrauch eingeführt. Dazu wurden die Energieverbrauchsklassen von A mit der Farbe grün für sehr niedrigen Verbrauch bis G mit der Farbe rot für sehr hohen Verbrauch eingeführt. Inzwischen wird diese Einteilung überarbeitet, da sie nur eine grobe Orientierung geben kann. So soll möglichst umfangreiches Strom sparen bei den Verbrauchern erreicht werden.

Bei Kühl und Gefriergeräten wird die Klasse A jetzt zusätzlich unterteilt in
A++ für sehr niedrigen Verbrauch
A+ für niedrigeren Verbrauch und
A für niedrigen Verbrauch.

(Weitere Infos zur Gerätekennzeichnung unter www.eu-label.de)

Dazu ist noch zu berücksichtigen, dass diese Einstufung nur für den Vergleich von Geräten gleicher Bauart verwendet werden kann.

Haben Sie in Ihrem Haushalt Geräte, die mindestens 5 Jahre alt sind? Dann sollten Sie überprüfen, ob es nicht sinnvoll ist, sich von dem einen oder anderen Gerät jetzt zu trennen! Nehmen Sie ihre Geräteliste mit in den Fachhandel und fragen Sie nach Alternativgeräten mit niedrigerem Stromverbrauch. Trennen Sie sich rasch von den Geräten, die sich als größte Energiefresser herausstellen. So können Sie Strom sparen und Ihren Beitrag zu einem ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt leisten.

Wetten, auch in Ihrer Wohnung sitzt ein Stromräuber:

  • Viele Geräte, die sich in Haushalten und Büros befinden, gehen nach dem Normalbetrieb in eine Bereitschaft (stand-by) über, um z.B. Signale der Fernbedienung empfangen zu können.
  • Geräte verbrauchen auch dann Strom, obwohl sie mit dem Hauptschalter scheinbar ausgeschaltet wurden wie z.B. Computer und zahlreiches Computerzubehör.
  • Geräte besitzen gar keinen Ausschalter und ziehen Strom, so lange sie sich in der Steckdose befinden, wie z.B. viele Steckernetzteile.

Diese Form von Energieverschwendung bezeichnet man als Leerlaufverlust. Das Bundesumweltamt hat ausgerechnet, das die Leerlaufverluste in Deutschland sich jedes Jahr auf mindestens 3,5 Milliarden Euro aufaddieren!

Machen Sie dem Stromklau in Ihrer Wohnung/ in Ihrem Büro ein Ende:

  • Stellen Sie fest, welche von Ihren Geräten häufig im stand-by Betrieb laufen oder sonst betroffen sind. (z.B. der Videorekorder ist ausgeschaltet, aber die digitale Uhr ist zu sehen. Erst wenn Sie den Stecker des Rekorders aus der Steckdose ziehen, geht die Uhranzeige aus).
  • Strom ziehende Trafos erkennt man z.B. daran, wenn diese nach dem Abschalten der an sie angeschlossenen Geräte weiter warm bleiben oder brummen.
  • Oft kann man allerdings dem Stromklau gar nicht so einfach auf die Spur kommen, da die Strom ziehenden Bauteile so in die Geräte eingebaut sind, dass wir sie nicht wahrnehmen. Um dies dennoch zu erkennen, benötigt man einen Energiekostenmonitor, den man im Baumarkt oder Fachmarkt erwerben kann, oder auch bei Verbraucher- und Energieberatungsstellen, Stadtwerken oder Elektroversorgungsunternehmen ausleihen kann. (Weitere Infos hierzu von Aktion No Energy www.No-E.de
  • Schalten Sie alle Geräte, die Sie nicht benutzen ab, indem Sie sie vom Netz trennen. Also Stecker raus! Gerade bei Fernsehgeräten verzichten viele Leute auf das Ziehen der Netzstecker, weil sie befürchten, die könnte für die Lebensdauer des Gerätes schädlich sein. Hierzu gibt es nach Aussage des Bundesumweltamtes jedoch keinen Beweis.
  • Dort, wo es keinen Ausschalter gibt, wie z.B. für Steckernetzteile, Modems, Hifi-Geräte und Sonstige kann man diese durch Kabelschalter oder schaltbare Steckdosen nachrüsten. Wenn Sie diese Geräte an schaltbare Steckerleisten anschließen, werden diese nach dem Abschalten der Steckerleiste vollständig vom Netz getrennt, so dass Sie hier nicht zusätzlich die Stecker ziehen müssen.
  • Auch Vorschaltgeräte können Sie verwenden, z.B. für Fernsehaparate oder komplexe Anlagen. Das sind sogenannte Power Safer, die sie zwischen Gerät und Steckdose anschließen. Wenn Sie dann die Geräte in den Bereitschaftsmodus wechseln, trennt sie der Power Safer komplett vom Netz. Ein Knopfdruck auf die Fernbedienung eines der Geräte beendet dann jedoch den Schlummerzustand.
  • Manche Geräte müssen deshalb in Bereitschaft bleiben, weil sonst die gespeicherten Informationen verloren gehen. Intelligent konstruierte Geräte haben z.B. einen Stützakku, durch den die Infos auch im ausgeschalteten Zustand erhalten bleiben.

Tipp: Achten Sie beim Neukauf von Geräten auf das GEFA-Zeichen. Es steht für geringen Energieverbrauch. GEFA-Zeichen gibt es für

  • Fernseh- und Videogeräte,
  • Hifi-Anlagen,
  • Rechner,
  • EDV-Bildschirme,
  • Drucker,
  • Kopierer,
  • Faxgeräte und
  • Multifunktionsgeräte.

Energiesparen – Strom sparen

Strom sparen mit Kühl- und Gefriergeräten

  • Kühlgeräte sollten Sie niemals in die Nähe von Wärmequellen wie Herde oder Heizkörper stellen. Auch direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden.
  • Lassen Sie erhitzte Lebensmittel erst abkühlen, bevor sie diese in den Kühlschrank stellen.
  • Je tiefer die Kühl- und Gefriertemperatur ist, desto mehr Energie muss aufgewendet werden. Als Richtgrößen empfehlen sich Temperaturen von nicht mehr als +7 Grad Celsius für den Kühlschrank und nicht weniger als –18 Grad Celsius für das Gefriergerät.
  • Wenn Sie Urlaub machen, sollte auch Ihr Kühlschrank weniger arbeiten. Stellen Sie ihn auf die kleinste Stufe, oder schalten Sie ihn ganz ab. Bei Abschaltung sollte man die Tür des Gerätes offen stehen lassen, um Schimmel vorzubeugen.
  • Achten Sie auf die Reifschicht in Ihren Kühlgeräten. Je größer die Reifschicht ist, desto mehr Energie wird benötigt, daher sollten Sie das Gerät regelmäßig abtauen.

Strom sparen mit Herden

  • Grundsätzlich kochen Sie mit einem Gasherd wesentlich umweltfreundlicher als mit einem Elektroherd. Das liegt daran, dass nur 34% der im Kraftwerk eingesetzten Energie in Strom umgewandelt werden kann.
  • Beim Kochen möglichst Deckel drauf. Ohne Deckel entweicht mehr Hitze, der Kochvorgang dauert länger und braucht mehr Energie.
  • Erhitzen Sie möglichst nur so viel Wasser, wie auch tatsächlich benötigt wird.
  • Mit Schnellkochtöpfen (Dampfdrucktöpfen) sparen Sie bis zu 50% Energie und Zeit.

Für Elektroherde gilt außerdem:

  • Besser: Töpfe und Pfannen mit ebenen Böden verwenden,
  • Das Kochgeschirr sollte zum Kochplattendurchmesser passen,
  • Elektroplatten kochen wirtschaftlicher, wenn Sie die Höchstleistung nur zum anfänglichen Erhitzen verwenden. Speisen garen dann auch auf niedrigeren Stufen weiter. Nutzen Sie die Restwärme und schalten Sie die Kochplatte bereits vor Ende des Kochvorgangs ab.

Strom sparen mit Waschmaschinen

Ihre Waschmaschine sollte immer möglichst voll beladen sein. Für normal verschmutzte Wäsche reicht in der Regel 60 Grad Celsius. Das bringt etwa 30% Energieeinsparung gegenüber dem Waschprogramm mit 95 Grad Celsius.

Strom Sparen mit Wäschetrockner?

Leider verbrauchen Wäschetrockner besonders viel Strom. Billiger und auch umweltfreundlicher ist dagegen das Trocknen von Wäsche im Freien oder auf dem Trockenboden.

Als Trocknungshilfe empfiehlt sich ein 25 Watt-Ventilator, den man zum Trocknen der Wäsche so aufstellt, dass die Luft zwischen den Wäschestücken hindurch streicht und diese bewegt. Dadurch trocknet die Wäsche nicht nur schneller, sondern sie wird auch weicher und glatter.

Verwendung von Glühlampen und Energiesparlampen

Glühlampen geben fast 90% des Stromes in Form von Wärme ab. Leuchtstofflampen haben eine bessere Stromausbeute.

Energiesparlampen – diese so genannten Kompakt-Leuchtstofflampen verbrauchen rund 80% weniger Strom als normale Glühlampen. Es gibt 2 Typen von Kompakt-Leuchtstofflampen:

  • die Warmstarter, die nach dem Einschalten erst mit Verzögerung Licht abgeben und die
  • Kaltstarter, die sofort Licht abgeben, dafür aber schneller verschleißen.

Während Glühlampen meist nur 1.000 Stunden halten, beträgt die Lebensdauer der Energiesparlampen rund 8.000 Stunden. Einige Modelle erreichen 12.000 Stunden und mehr. Bei Billigprodukten rät das Bundesumweltamt jedoch zur Vorsicht, denn hier sei die Lebensdauer zum Teil kaum höher als bei Glühlampen.

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Richtig versichern



Die Haftpflichtversicherung

Warum private Haftpflichtversicherung?

Diese Versicherung deckt solche Schäden ab, die Sie durch Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit an fremden Personen oder fremden Sachen verüben.

Wenn Sie für einen Schaden verantwortlich gemacht werden können, müssen Sie nach deutschem Recht für die finanziellen Folgen des Schadens bezahlen.

Ebenso gilt das Prinzip, dass Eltern für ihre Kinder bis zu deren Volljährigkeit haften.

Der Gesetzgeber sieht eine grenzenlose Haftung vor. Verursachen Sie einen Großschaden, so haben Sie unter Umständen ein Leben lang für die Kosten zu zahlen. Der Geschädigte kann Sie bis auf das Existenzminimum pfänden.

Das sollte man zur privaten Haftpflichtversicherung wissen:

Es gibt Schadensfälle, die können nicht versichert werden. So übernimmt die Privathaftpflicht-Versicherung keine Ansprüche von Personen, die mit dem Versicherten im selben Haushalt wohnen.
Ebenso haben Sie im Fall von Mietsachschäden an der gemieteten Wohnung schlechte Karten (wenn doch gezahlt wird, ist hier allerdings die Höhe der Zahlung stark begrenzt).

  • Wenn Sie vorsätzlich einen Schaden verursachen, zahlt die Versicherung nicht, da Vorsatz nicht versichert wird.
  • Bei unberechtigten Schadensersatzansprüchen zahlt die Versicherung nicht. Dies beinhaltet für den Versicherten jedoch häufig einen Vorteil, da die Haftpflichtversicherung notfalls bis zum Gericht unberechtigte Forderungen von Geschädigten abwehrt.
  • Haustiere wie Katzen, Vögel und Meerschweinchen, die zum Haushalt gehören, sind mitversichert, Hunde und Pferde dagegen nicht. (Siehe hierzu Tierhalterhaftpflichtversicherung)

Spezielle Risiken sind ebenfalls nicht versichert. Diese Risiken können durch zusätzliche Versicherungen abgedeckt werden. Dazu gehören:

  • Bauherrenpolice und
  • Haus- und Grundbesitzpolice.

Häufiges Problem: Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt?

Dieses Problem ist nach Angaben des Verbraucherschutz-Magazins nicht selten. Die Ursachen sind häufig:

  • unklar formulierte Versicherungsbedingungen,
  • Grenzfälle wo nicht eindeutig fest steht, ob dieser Fall nun versichert ist oder nicht,
  • mangelnde Kundenfreundlichkeit beim Versicherer. Der Kunde wird als Gegner und nicht als Vertragspartner betrachtet. Leider öfters nicht zu unrecht, denn
  • viele Versicherungsnehmer versuchen, ihre Versicherung „abzuzocken“. Versuche, die Versicherungen zu betrügen, führen natürlich dazu, dass die Versicherungen misstrauisch werden.(Quelle:Verbraucherschutz-Magazin)

Laut einer Umfrage im Jahr 2005 soll bereits jeder zweite gemeldete Schadensfall gar kein echter sein.

Zahlt die Haftpflichtversicherung nicht, zieht der Versicherungsnehmer häufig vor Gericht. Die Prozesskosten trägt dann – die Rechtsschutzversicherung.

Soll man eine Haftpflichtversicherung abschließen?

Herr Kronenberg vom Verbraucherschutz-Magazin rät zum Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung, denn die Vorteile und die daraus gewonnene Sicherheit überwiegen. Die Praxis zeigt auch, dass die Versicherungen in der Mehrzahl der Schadensfälle schließlich doch bezahlen.

Tipps für den Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung

Legen Sie Wert auf eine unabhängige Beratung. Dazu gibt es folgende Anlaufstellen:

  • Staatlich von der Justizbehörde zugelassene Rechtsbeistände für Versicherungsberatung (Beratung gegen Honorar)
  • Verbraucher-Zentralen e.V.
  • Versicherungsmakler, die seriös sind.

Tipps für den Schadensfall

  • Bemühen Sie sich um eine ehrliche und zeitnahe Dokumentation des Schadens.
  • Lassen Sie sich die Dokumentation vom Geschädigten bestätigen.
  • Rufen Sie Ihren Versicherungsvertreter hinzu und lassen Sie ihn die Schadensmeldung ausfüllen.

Die Hausratsversicherung

Warum eine Hausratsversicherung?

Die Hausratsversicherung kommt für einen Schaden auf, der durch ein bestimmtes Ereignis hervorgerufen wurde.

Der Schaden muss durch

  • Feuer,
  • Einbruchdiebstahl,
  • Leitungswasser oder
  • Sturm verursacht sein.

Für andere Ursachen besteht kein Versicherungsschutz. Hierzu gehören die sogenannten Elementarschäden wie z.B. Hochwasser. Diese Schäden sind bei den meisten Versicherern ausgeschlossen.

Versichert ist in der Hausratsversicherung alles, was zum Hausrat gehört. Wichtig ist der versicherte Wert des Hausrats. Dabei wird der Wiederbeschaffungswert zugrunde gelegt.

Die Versicherungssumme kann frei festgelegt werden. Sie sollte sich möglichst exakt am Wert des gesamten Hausrats orientieren. Ändert sich der Wert des Hausrats, sollte analog auch die Versicherungssumme der Hausratsversicherung angepasst werden.

Klarstellung: Wer sich überversichert, also eine höhere Versicherungssumme angibt, als der Hausrat tatsächlich wert ist, bekommt trotzdem höchstens den tatsächlichen Wert der beschädigten Sachen ersetzt.

Tipp: Geben Sie möglichst exakt den Wert Ihres Hausrates an und überprüfen Sie alle 5 Jahre, ob die Versicherungssumme den Wert noch deckt.

Die Rechtsschutzversicherung

Warum eine Rechtsschutzversicherung?

Die Rechtsschutzversicherung kann eine Fülle von Tatbeständen abdecken. Hier sind einmal die wichtigsten Arten benannt:

  • Verkehrs-Rechtsschutz
  • Schadenersatz–Rechtsschutz
  • Arbeits-Rechtsschutz
  • Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht
  • Steuerrechtsschutz vor Gerichten
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz
  • Verwaltungs- Rechtsschutz in Verkehrssachen
  • Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz
  • Straf-Rechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
  • Beratungs-Rechtsschutz in Familien- und Erbrecht
  • Daten-Rechtsschutz für Selbständige, Firmen und Vereine und natürlich
  • Miet-Rechtsschutz oder
  • Vermieter-Rechtsschutz

Man kann einen Bereich einzeln abschließen oder mehrere Bereiche kombinieren.
Auch hier sollte man genau überlegen, welche Bereiche man benötigt.

Vorsicht: Im Detail unterscheiden sich die Leistungen der einzelnen Versicherer teilweise erheblich. Sie sollten also unbedingt erst die Leistungen vergleichen, bevor Sie die Tarife vergleichen. Eine günstige Versicherung, die aber im Fall der Fälle nicht zahlt, nützt Ihnen schließlich gar nichts.

Das sollte man zur Rechtsschutzversicherung wissen:

Gezahlt wird nur für Fälle, die erst nach Vertragsschluss eintreten. So gilt z.B. für Mietsachen eine 3-monatige Wartezeit. Bei anderen Sachverhalten kann die Wartezeit noch länger sein.

Dafür zahlt die Rechtsschutzversicherung häufig nicht:

  • für Baustreitigkeiten,
  • für Streitigkeiten im Erbrecht und für
  • Streitigkeiten im Familienrecht.

Klarstellung: keine Rechtsschutzversicherung bietet einen Freibrief für häufiges Prozessieren. So kann der Versicherer außerordentlich kündigen, wenn innerhalb von 12 Monaten zweimal ein Versicherungsfall eingetreten ist.

Eine außerordentliche Kündigung führt dazu, dass Sie bei einer anderen Versicherung kaum noch eine Chance auf eine Versicherungspolice haben.
Besteht Grund zu der Annahme, dass der Versicherer Ihnen kündigen möchte, sollten Sie unbedingt vorgreifen und möglichst rasch selbst kündigen. Denn dadurch haben Sie höhere Chancen, wieder eine Rechtsschutzversicherung bei einem anderen Versicherer abschließen zu können. (Quelle: Geld.de

Die Gebäudeversicherung

Warum eine Gebäudeversicherung?

Weil damit in der Regel die größte Investition eines Einzelnen abgesichert wird – seine Wohnung oder sein Haus.

Die Gebäudeversicherung deckt Schäden ab, die durch

  • Feuer,
  • Blitzschlag,
  • Sturm und
  • Leitungswasserschäden entstehen.

Daneben ist es möglich, auch weitere Schadensquellen zusätzlich zu versichern, die in der Standard-Gebäudeversicherung nicht enthalten sind wie Schäden durch

  • Hochwasser,
  • Erdrutsch,
  • Erdbeben und andere Schadensursachen.

Wohnungseigentümer schließen die Gebäudeversicherung gemeinschaftlich ab. Die Hausverwaltung verwaltet die Police und legt die Kosten der Police auf die einzelnen Wohnungseigentümer um. Die Beiträge werden mit dem Hausgeld eingezogen.

Bei einem Wohnungseigentümerwechsel geht der Versicherungsschutz für die Wohnung automatisch auf den neuen Eigentümer über.

Was ist bei der Gebäudeversicherung zu beachten?

Sie sollten sicherstellen, dass der aktuelle Gebäudewert des Hauses versichert ist. Nach einem Dachgeschoss-Ausbau oder einer Modernisierung ist der Versicherungswert anzupassen. Daher sollten Sie Neu- Um- und Ausbauten der Versicherungsgesellschaft zeitnah melden.

Um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren, sollten Sie sich an eine Reihe von Verhaltensregeln gewöhnen:

  • halten Sie Ihre Immobilie in einem ordnungsgemäßen Zustand,
  • ändert sich das Risiko der Immobilie, z.B. wenn Wohnungen gewerblich genutzt werden, dann sollten Sie diese Umstände ebenfalls unverzüglich Ihrer Versicherung melden,
  • beachten Sie alle gesetzlich oder behördlich verordneten Sicherheitsmaßnahmen,
  • entleeren Sie alle wasserführenden Anlagen und sperren Sie diese, wenn das Gebäude länger nicht genutzt wird und
  • stellen Sie bei längerer Abwesenheit sicher, dass Ihr Gebäude kontrolliert und geheizt wird.

Was ist im Schadensfall zu beachten?

Auch hier sollten Sie einige Verhaltensregeln unbedingt beachten, damit Sie mit Ihrer Versicherung keinen Ärger bekommen.

Verhaltensregeln:

Im Schadensfall sollten Sie unverzüglich folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Schaden versuchen so gering wie möglich zu halten
  • bestmögliche Absicherung des Schadensortes, ohne dabei die eigene Gesundheit zu gefährden
  • schnellstmöglich den Schadensfall dem Versicherer melden
  • bei einem Brand die Feuerwehr benachrichtigen
  • bei Leitungswasserschäden den Haupthahn schließen
  • zugefrorene Rohre immer vom Fachmann auftauen lassen
  • fotografische Dokumentation der Schäden. (Quelle: Geld.de)

Nach Meldung des Schadensfalls wird Ihnen ein Schadensformular vom Versicherer zugesendet. Bei größeren Schäden wird in der Regel ein Sachverständiger an Ort und Stelle geschickt. Beschädigte Sachen sollten Sie daher aufheben, falls Fotos gemacht werden. (Quelle: Geld.de)

Welche Kosten trägt die Gebäudeversicherung?

Wenn die versicherten Schadensursachen vorliegen, zahlt die Gebäudeversicherung in der Regel für:

  • Kosten für die Behebung der Schäden an den versicherten Gebäuden, Nebengebäuden und Garagen, sofern sie in der Police genau bezeichnet sind,
  • Kosten für die Beseitigung von Schäden an mit dem Gebäude fest verbundenen Teile wie Heizung, Küche und Einbauküche. (Achtung: für vom Mieter eingebaute Teile wie z.B. Küche zahlt die Gebäudeversicherung nicht, hierzu muss der Mieter eine Hausratsversicherung abschließen).
  • Kosten für Schäden am Zubehör, welches zu Wohnzwecken oder zur Instandhaltung für das versicherte Gebäude dient,
  • Kosten für Abbruch-, Aufräum- und Schutzarbeiten sowie
  • Kosten für Mietausfälle. Wenn vermietete Häuser oder Wohnungen nicht benutzbar sind, trägt die Versicherungsgesellschaft in der Regel bis zu einem Jahr den Mietausfall. Bei selbstgenutztem Wohnraum, der nicht genutzt werden kann, wird der ortsübliche Mietwert gezahlt.

Musterbriefe – Mietrecht

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Musterbriefe

Mietrecht


Unpünktliche Mietzahlung


Johann Muster Irgendwo
Kulanzstr. 3
90210 Irgendwo

Tel.:12345678
Email: jmuster@adresse.de

Willibald Spät
Mieterstr. 5
90220 Irgendwo

Mietobjekt: Mieterstr. 5, 90220 Irgendwo; Mietvertrag vom: 01.11.2003
Unpünktliche Mietzahlung

Sehr geehrter Herr Spät,

Seit mehr als sechs Monaten zahlen Sie leider die Miete unpünktlich. Ich bin damit nicht einverstanden und werde ein solches Verhalten nicht länger dulden. Für den Wiederholungsfall drohe ich Ihnen mit einer fristlosen Kündigung.

Wenn die Miete in der Vergangenheit sechsmal unpünktlich bezahlt wurde, wird ein Kündigungsrecht nach gängiger Rechtssprechungen anerkannt.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Muster


Nichtnutzbarkeit der Mieträume


Johann Muster Irgendwo
Kulanzstr. 3
90210 Irgendwo

Tel.:12345678
Email: jmuster@adresse.de

Willibald Spät
Vermieterstr. 5
90220 Irgendwo

Mietobjekt: Kulanzstr. 3, 90210 Irgendwo; Mietvertrag vom: 01. 6. 2007
Nichtbenutzbarkeit der Mieträume

Sehr geehrter Herr Spät

ich habe mit Ihnen über vorgenannte Mieträume einen Mietvertrag abgeschlossen. Beginn der Mietzeit war der 1. 6. 2007.

Leider sind die Mieträume noch total unrenoviert und bis oben voll mit Inventar des Vormieters. Sie sind daher augenblicklich nicht benutzbar. Ich setze Ihnen hiermit eine Frist von zwei Wochen ab Zugang des Schreibens, innerhalb derer Sie die Benutzbarkeit der Räume herstellen. Weiterhin melde ich sämtliche rechtliche Konsequenzen an, die aus der Nichtnutzbarkeit für mich entstehen, insbesondere, dass ich zur Zeit nicht einziehen kann und eine anderweitige Unterbringung für mich notwendig ist.

Mit freundlichen Grüssen

Johann Muster


Lärmbelästigung


Johann Muster Irgendwo
Kulanzstr. 3
90210 Irgendwo

Tel.:12345678
Email: jmuster@adresse.de

Willibald Spät
Vermieterstr. 5
90220 Irgendwo

Mietobjekt: Kulanzstr. 3, 90210 Irgendwo; Mietvertrag vom: 01.11.2005
Beschwerde über Lärmbelästigung

Sehr geehrter Herr Spät,

seit ein paar Wochen hat der Mieter unter mir eine neue Stereoanlage, die er den ganzen Tag so laut anstellt, dass ich überhaupt nicht mehr zur Ruhe komme. Ich möchte mich über das Verhalten dieses Mieters beschweren. Gleichzeitig bitte ich Sie zu überprüfen, ob die erhebliche Lärmbelästigung nicht auch daher kommt, dass zwischen den beiden Wohnungen irgendwelche Schallbrücken vorhanden sind. Durch die Lärmbelästigung ist der Wohnwert meiner Wohnung so eingeschränkt, dass ich mir vorbehalte, den Mietzins um 20% zu mindern.

Mit freundlichem Gruß

Johann Muster


Beleidigung


Johann Muster Irgendwo
Kulanzstr. 3
90210 Irgendwo

Tel.:12345678
Email: jmuster@adresse.de

Willibald Spät
Vermieterstr. 5
90220 Irgendwo

Mietobjekt: Kulanzstr. 3, 90210 Irgendwo; Mietvertrag vom: 01.03.2001
Beleidigung

Sehr geehrter Herr Spät,

wir wohnen seit fast zwei Jahren in dem oben genannten Mietobjekt. Vor drei Monaten ist die Familie Hohlbirne in das erste Stockwerk gezogen und es kommt nun täglich zu persönlichen Beleidigungen, die vereinzelt sogar in tätliche Angriffe uns gegenüber gegipfelt sind. Anbei finden Sie Kopien von unterschriebenen Aussagen anderer Mitmieter, die unsere Ausführungen bestätigen.

Wir fordern Sie als Vermieter auf, sofort hiergegen einzuschreiten, da Sie für den normalen Wohngebrauch verantwortlich sind. Wir behalten uns vor, bis zur Beendigung der Beeinträchtigung durch die Mitmieter den Mietzins um 20% zu mindern. Sollte die Situation im Hause noch unerträglicher werden, behalten wir uns vor, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen.

Hochachtungsvoll

Johann Muster


Mietminderung


Johann Muster Irgendwo
Kulanzstr. 3
90210 Irgendwo

Tel.:12345678
Email: jmuster@adresse.de

Willibald Vermieter
Vermieterstr. 5
90220 Irgendwo

Mietminderung

Sehr geehrter Herr Vermieter,

entsprechend meiner Obliegenheit gemäß § 536c BGB habe ich Sie mit Schreiben vom 05.06.2004 darauf hingewiesen, dass die Mietsache folgenden Mangel aufweist: die Fenster der Wohnung sind undicht. Dadurch wird die Tauglichkeit der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch aufgehoben, da es die ganze Zeit zieht, sich bei Regenwetter Wasserlachen auf den Fensterbrettern bilden und die Heizkosten in den Wintermonaten unnötigerweise in die Höhe getrieben werden.

Ich bin daher berechtigt, den Mietzins zu mindern. Ich halte eine Minderung um 20% monatlich so lange für angemessen, bis der Mangel beseitigt worden ist.

Sie erhalten bis dahin somit nur noch den Betrag von 700 Euro monatlich.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Muster

Energieausweis kommt!

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Energieausweis kommt!



Der Energieausweis kommt am 1. Juli 2008

Nun ist klar: die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) tritt am 1.10.2007 in Kraft. Und damit ist auch klar: Am 1.7.2008 wird der sogenannte Energiepass Pflicht. Ab diesem Zeitpunkt müssen Sie als Vermieter Mietinteressenten diesen Ausweis vorlegen. Aus ihm soll der Energieverbrauch der Wohnung ersichtlich sein – angesichts der steigenden Energiekosten ein für viele Mietinteressenten wichtiger Grund, sich für oder gegen eine Wohnung zu entscheiden.

Für Sie als Vermieter besonders wichtig: Der Energieausweis kann für Ihren Mieter im Allgemeinen keine Grundlage für eine Mietminderung wegen zu hoher Energiekosten sein. Nicht einmal für Altbauten besteht keine gesetzliche Verpflichtung, bestimmte Energiewerte einzuhalten. Mieter haben deshalb aus dem Energieausweis auch keinen Anspruch auf Modernisierung. Den Energieausweis müssen Sie grundsätzlich nur zu Beginn eines neuen Mietverhältnisses vorlegen. Er gilt also nicht für bereits bestehende Mietverhältnisse. Aber Achtung: Verfügen Sie bis zum 1. Juli 2008 bei Neuvermietungen nicht über einen Energieausweis, können Ihnen als Vermieter Bußgelder bis zu 15.000 EUR auferlegt werden.

Die am häufigsten gestellten Fragen:

1. Was ist ein Gebäude-Energiepass?

Auf jedem Kühlschrank und jeder Waschmaschine steht heute schon eine Energie-Effizienz-Klasse (von A = sehr gut bis G = sehr schlecht), die den Energieverbrauch kennzeichnet. Für Gebäude gibt es diese Angaben bis heute noch nicht (Ausnahme: Neubauten). Dieses Manko will die Europäische Union beheben, auch, um die Anforderungen des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz zu erfüllen. Deshalb hat sie die Pflicht eingeführt, für jede Immobilie einen so genannten Gebäude-Energiepass auszustellen, der

• den Energie¬verbrauch von Gebäuden dokumentiert,
• verschiedene Gebäude in Sachen Energieverbrauch vergleichbar macht und
• Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt.

Bei dem Energiepass handelt es sich um eine Bescheinigung, die jeder Mieter für seine Wohnung und jeder Kaufinteressent für die Immobilie seines Interesses verlangen darf. Das Dokument soll dafür sorgen, den Energieverbrauch von Gebäuden vergleichbar zu machen. Es soll grundlegende Angaben über die Energiequalität der Immobilie enthalten und dabei helfen, die zukünftigen Energie- bzw. Nebenkosten abzuschätzen.

2. Ab wann wird der Gebäude-Energiepass Pflicht?

Geplant war ursprünglich, dass die entsprechende EU-Richtlinie in den Mitgliedstaaten bis spätestens zum 4. Januar 2006 in nationales Recht umgesetzt sein sollte. Sprich: Bis zu diesem Zeitpunkt sollten das bisherige Energiespar-Gesetz und die Energiespar-Verordnung (EnEV) in diesem Sinne weiter entwickelt werden.

Allerdings hat die Bundesregierung diese Richtlinie bis heute noch nicht in nationales Recht umgesetzt. Experten rechnen frühestens Ende dieses Jahres damit, dass das wirklich geschieht. Noch liegt dazu nicht einmal der Referentenentwurf vor.

Für Vermieter besteht also kein Grund zur vorzeitigen Aktion! Noch ist der Gebäude-Energiepass keine Pflicht!

3. Für welche Gebäude muss ein Energiepass ausgestellt werden?

Pflicht ist ein Energiesparpass bisher nur für Neubauten (seit 2002). Für bestehende Gebäude soll die Energiepass-Pflicht eingeführt werden unabhängig von der Nutzungsart. Geplant ist sie also für sämtliche Gebäude, gleichgültig, ob Privat- oder Geschäftshäuser. Der Energiepass wird also für Wohngebäude und gewerbliche Bauten auszustellen sein. Aber keine Sorge, Ihre selbst bewohnte Immobilie wird wohl verschont bleiben, es sei denn, Sie haben Untermieter: Verlangen können den Gebäude-Energiepass nach derzeitiger Planung der Gesetzgeber nur Mieter oder Kaufinteressenten.

Wichtig: Lassen Sie sich als Vermieter nicht verrrückt machen! Erstens: Die gesetzliche Grundlage ist noch nicht geschaffen. Zweitens: Auch wenn die Pflicht zum Energiepass eingeführt wird, heißt das nicht, dass Sie gleich einen für all Ihre Gebäude vorlegen müssen. Solange kein Kaufinteressent und kein Mieter ausdrücklich nach dem Energiepass fragt, werden Sie auch keinen vorzulegen brauchen!

4. Welche Verfahren gibt es, einen Energiepass zu erstellen?

Feldversuche haben zwei Möglichkeiten ergeben, einen Energiepass für ein Gebäude auszustellen. Noch ist aber nichts davon im Gesetz verankert. Dies sind nur Erfahrungswerte, die aller Voraussicht nach so in nationales Recht umgesetzt werden:

Die Daten für den Energiepass lassen sich auf unterschiedliche Weise erfassen. Bei der vereinfachten Variante werden bei der Hausbegehung hauptsächlich Bauteil- und Anlagetypen erfasst (also zum Beispiel die Isolierfähigkeit der Wände, eventuelle Wärmebrücken wie Rollladenkästen oder Fenstersimsen und die eingebaute Heizungsanlage). Dieses Verfahren ist kostengünstiger. Es erlaubt bereits eine recht gute Einschätzung der energetischen Qualität des Gebäudes und genügt in der Regel, um interessierte Mieter zufrieden zu stellen.

Dagegen ist die ausführliche Datenaufnahme wesentlich genauer und damit aussage¬kräftiger für Sie als Hausbesitzer. Denn hier werden konkrete Flächen-, Material- und Anlagekennwerte mit Hilfe der Baupläne erfasst. Außerdem schauen sich die Berater auch die Verbrauchs-Abrechnungen an und bewerten alle Gegebenheiten vor Ort. Angaben wie das Baujahr und die Art der Heizung, die Fenster-Abdichtung oder die Isolation von Rohren fließen zum Beispiel in diese Betrachtung ein. Natürlich ist die detaillierte Verfahrensweise teurer. Aber Sie sollten sich klar machen, dass es auch in Ihrem Interesse als Eigentümer ist, die Energiekosten im Überblick zu haben. Sie können so die Quellen möglicher Energieverschwendung direkt erkennen und Gegen¬maßnahmen ergreifen. So kann der Gebäude-Energiepass für Sie als Immobilien¬besitzer eine wertvolle Informationsquelle sein gerade in Anbetracht der ständig steigenden Preise für Gas- und Heizöl.

5. Was darf ein Energiepass kosten und wer darf ihn ausstellen?

Erfahrungswerte aus Feldversuchen zum bundeseinheitlichen Energiepass besagen, dass die Kosten in der Regel zwischen 150 € und 500 € liegen, bei größeren Gebäuden können sie natürlich auch höher liegen. Gesetzliche Vorgaben wird es hierfür wahrscheinlich keine geben. Die Kosten für den Energiepass werden durch den Aussteller und den Kunden entsprechend dem Aufwand für das jeweilige Gebäude festgelegt.

Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geklärt, wer überhaupt autorisiert ist, einen Energiepass auszustellen, der den gesetzlichen Anforderungen genügt. Erst die Novelle der Energiespar-Verordnung (EnEV) 2006 wird diese Fragen klären. Erst wenn die Details beschlossen sind, brauchen Sie als Vermieter sich um die Ausstellung eines Energiepasses kümmern.

6. Welchen Nutzen werden Sie davon haben?

Wichtig ist zu wissen, dass das Vorlegen des Energiepasses nicht als „automatische Pflicht“ vorgesehen ist. Voraussichtlich wird die neue Energiespar-Verordnung lediglich Mietern und Immobilienkäufern das Recht einräumen, einen Energiepass zu verlangen. Geschieht das nicht, werden sie ihn wohl auch nicht vorlegen müssen. Dennoch werden Sie bei allem Ärger über die zusätzliche Bürokratie und die zusätzlichen Kosten von der Energiepass-Pflicht auch profitieren können:

Als Verkäufer und Vermieter werden Sie den Energiepass zur Information und als Werbeargument nutzen können:
• Bei niedrigem Energieverbrauch können Sie die Energieeffizienz Ihrer Immobilie als Qualitätsmerkmal herausstellen.
• Sie bekommen einen Anhaltspunkt für die Kalkulation der Nebenkosten-Vorauszahlungen.
• Zudem erfahren Sie, mit welchen Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen Sie die Energieeffizienz Ihres Gebäudes steigern können.

Als Interessent an einer Immobilie sollten Sie den Energiepass verlangen, sobald das Gesetz dies vorsieht:
• Es wird Ihnen Transparenz und Vergleichbarkeit der Energiekosten bei den verschiedenen Objekten verschaffen.